Durch Korrosion an erd- und wasserverlegten Anlagen entstehen jährlich beträchtliche wirtschaftliche Schäden. Auch wenn der passive Korrosionsschutz ständig verbessert wurde, ist der ergänzende kathodische Schutz das effektivste und wirtschaftlichste Korrosionsschutzverfahren für erdverlegte Anlagen.

Dieses Verfahren hat in verschiedenen Anwendungsgebieten seine Zuverlässigkeit bewiesen. Sowohl beim Leitungsneubau, als auch bei der Nachrüstung an einem bestehendem Leitungssystem ist die Anwendung dieses Schutzverfahrens unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll und in Betracht zu ziehen.

Die Anlagen- und Betriebskosten dieser Schutzmaßnahme sind im Verhältnis zum Wert der zu schützenden Anlagen als eher gering einzustufen. Die erfolgreiche Anwendung des Verfahrens setzt jedoch Fachkenntnis und Erfahrung voraus.

Korrosion

Korrosion ist die Zerstörung von Metall durch chemische oder elektrochemische Reaktion mit der Umgebung. Zwischen metallischen Werkstoffen und ihrer leitfähigen Umgebung kommt es aufgrund dieser Reaktionen zu Potentialunterschieden, welche zum Materialabtrag an der Metalloberfläche führen.

Die Potentialdifferenz sowie die Leitfähigkeit des Mediums bestimmen die Korrosionsgeschwindigkeit. Bereits kleinste Fehlstellen in der Umhüllung können erhebliche Korrosionsschäden zur Folge haben.

Korrosion von Werkstoffen verursacht enorme wirtschaftliche Schäden und hat verschiedenste Ursachen. Wir helfen Ihnen, diese Kosten zu minimieren.

Prinzip und Wirkungsweise

Der kathodische Korrosionsschutz ist ein elektrochemisches Schutzverfahren. Bei der Anwendung dieses Verfahrens fließt zwischen dem Schutzobjekt, einer Elektrolytlösung und einer Anode ein Gleichstrom. Der in das Schutzobjekt eingespeiste Gleichstrom bewirkt eine kathodische Polarisation, wodurch das Potential zwischen Metall und Elektrolyt abgesenkt wird. Dies bewirkt eine Verringerung der Korrosionsgeschwindigkeit. Wird das Potential durch den eingespeisten Gleichstrom in ausreichendem Maße abgesenkt, kommt die Korrosion fast zum Stillstand.

Durch die entstehende Potentialabsenkung reduziert sich bei optimalen Bedingungen die Abtragungsrate des Metalls auf einen technisch zu vernachlässigenden Wert von < 0,01 mm pro Jahr.
 
Der erforderliche Schutzstrom kann im Wesentlichen mit zwei Verfahren bereitgestellt werden.


•    Bei kathodischem Korrosionsschutz mittels galvanischer Anoden wird die zu schützende Metallkonstruktion (die Kathode) mit einem unedleren Metall (der Anode) verbunden.

•    Bei kathodischem Schutz nach dem Fremdstromverfahren wird der  erforderliche Schutzstrom von einem netzgespeisten Schutzstromgerät erzeugt und über erdverlegte Fremdstromanoden in das Schutzobjekt eingespeist.

Nur durch die Kombination von passiven Schutzmaßnahmen (Umhüllung und Beschichtung) und aktivem Schutz (kathodischer Korrosionsschutz) besteht die Möglichkeit, Anlagen effektiv, langfristig und kostengünstig vor Korrosion zu schützen. Unser Ziel ist es, Ihnen den bestmöglichen Schutz für Ihre Anlagen anzubieten.

Vorteile auf einen Blick

Die Kombination von passiven Schutzmaßnahmen und aktivem kathodischen Korrosionsschutz ermöglicht den effektiven, langfristigen und kostengünstigen Schutz Ihrer Anlagen vor Korrosion.

Ein umfassender Korrosionsschutz ist unabdingbar und dient vor allem der Sicherheit, Kostenreduzierung und Werterhaltung der geschützten Anlagen. Durch die sparsame Verwendung von Ressourcen, Erhaltung vor Ersatz, trägt der kathodische Korrosionsschutz langfristig auch zum Klima- und Umweltschutz bei.